Warum Liquidkühlung? Konventionelle Lüfterkühlung benötigt immer größere, schwerere und mit hohen Drehzahlen laufende Kühler, um die Abwärme, die von den Prozessoren abgegeben wird, an die Luft im Gehäuse abzugeben. Je höher die entstehende Abwärme, umso größer wird der benötigte Platz um die herkömmlichen Kühler zu positionieren. Mittlerweile sind die, besonders für die Grafikkarten der neuen Generation erforderlichen Kühler so groß und schwer geworden, das bei einem Transport des PC´s immer öfter Schäden an den Platinen entstehen bzw. das sich CPU-Lüfter mitsamt Halterung gelöst und irreparable Schäden im Computer selbst hervorgerufen haben. Bei einer "normalen" Luftkühlung wird die Abwärme die der Prozessor produziert, über einen Kühlkörper mit möglichst großer Oberfläche an die Luft im Gehäuse abgegeben. Dabei dient der Kühlkörper sowohl dazu, die Wärme vom Prozessor weg zu leiten, als diese auch über die Oberfläche an die Umgebungsluft abzugeben. Im Prinzip funktioniert eine Liquidkühlung ähnlich, nur werden hier die Aufgaben geteilt.Der Kühlkörper auf dem Prozessor ist dafür zuständig die Wärme vom Prozessor an das Transportmedium (Liquid) abzugeben. Da das Liquid eine sehr viel größere Wärmekapazität hat als Luft (kann mehr Energie (=Wärme) pro cm³ aufnehmen), braucht die Oberfläche des Kühlkörpers nicht so groß zu sein, wie bei einem Luftkühler. Die vom Liquid aufgenommene Energie wird dann gezielt über einen Kühlkörper (Radiator) aus dem Gehäuse abgeführt. Da das Liquid zwar eine besonders hohe Wärmekapazität hat, aber Wärme nicht unbedingt gut weiterleitet, wird die Verbindung vom Kühlkörper zum Radiator als geschlossener Kreislauf aufgebaut und zur Umwälzung des Kühlmediums (Liquid) wird eine Pumpe eingesetzt. Durch die Pumpe angetrieben gelangt das mit Wärme aufgeladene Liquid vom Kühlkörper zum Radiator. Hier wird die Abwärme an die Außenluft abgegeben, das Liquid kühlt sich ab, und fließt zum Kühlkörper zurück.